WOHNHEIM MIT FÖRDER- UND BETREUUNGSBEREICH

Neubau für 24 blinde und sehbehinderte Menschen sowie einem Förder- und Betreuungsbereich mit 4 Gruppen

2015 | Heidenheim

BAUHERR
Nikolauspflege – Stiftung für blinde und sehbehinderte Menschen

STATIK
Gauger + Partner

HLS
Nürk + Partner

ELEKTRO
elektroplan GmbH

LP 1-9 Gebäude + Freianlagen, Generalplanung

NGF ca. 2.000 m²


Die Programmvorgabe, zwei unterschiedliche Nutzungen mit gleichzeitig verschiedenen Nutzungseinheiten in einem Gebäude zu vereinen hat den Entwurf von der Gebäudetypologie bis hin zu innenräumlichen Details geprägt.

Die Organisation ist am Gebäude sowohl in der Horizontalen als auch in der Vertikalen ablesbar: Im Erdgeschoss befinden sich vier große Gruppenräume sowie die zugehörenden Nebenräume für die tägliche Betreuung und Förderung der blinden und sehbehinderten Menschen. Die 32 Betreuten wohnen teilweise in den beiden darüberliegenden Geschossen in einer der drei kleinen Wohngemeinschaften (je 8 Bewohner), die anderen werden aus dem Umkreis in die Tagesstruktur gebracht. Es entstehen zwei Gebäudevolumen, die über einen gemeinschaftlichen Verbindungskörper – im Erdgeschoss der Multifunktionsraum, im 1. Obergeschoss die große Dachterrasse – miteinander verbunden werden. An diesen ist auch das zentrale Treppenhaus angegliedert, das über einen Eingangsplatz von Norden erschlossen wird. Nach Süden öffnet sich das Gebäude über einen grünen Terrassenhof in den Garten und mit Aussicht Richtung Tal.

Das barrierefreie und in großen Teilen rollstuhlgerechte Gebäude wurde zusätzlich nach den hohen Standards der Nikolauspflege geplant und ermöglicht Bewohnern und Betreuten daher eine größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Ein hoher Anteil an verschiedenen Sanitärräumen, kurze Wege und gleichzeitig die wohnliche Atmosphäre aller Nutzungseinheiten schaffen eine angenehme und praktikable Umgebung für alle Nutzer.

Trotz hoher Anforderungen von Fördergeber und Bauherr an die Wirtschaftlichkeit ist sowohl die Tragstruktur für eine hohe Flexibilität der Innenraumaufteilung konzipiert als auch die Umsetzung von wichtigen Qualitätsstandards wie der Verzicht auf ein Wärmedämmverbundsystem Bestandteil der Planung.

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